FAQs
Häufig gestellte Fragen werden in diesem Bereich bereitgestellt.
Sollte Ihre Frage hier noch nicht hinterlegt sein, so wenden Sie sich bitte an den Vorstand.
![]() | Montessori-Schule - ist das nicht was für Behinderte? |
Die Montessori-Schule Penzberg ist eine Schule für alle Kinder. Jedes Kind, ob nun hochbegabt, förderbedürftig oder einfach "ganz normal", wird da abgeholt, wo es steht, und auf seinem individuellen Lernweg begleitet. Die verbreitete Meinung, die Montessori-Pädagogik sei nur etwas für behinderte Kinder, rührt daher, dass Maria Montessori tatsächlich zunächst mit behinderten Kindern gearbeitet hat.
Später dehnte sie ihre Arbeit jedoch auf alle Kinder aus und stellte fest, dass überall der gleiche Grundsatz gilt: Jedes Kind trägt seinen eigenen Entwicklungsplan in sich und dem gilt es zu folgen. – Die Montessori-Schule Penzberg wird sich nach Kräften bemühen, förderbedürftige Kinder ins Schulleben zu integrieren, denn von diesem natürlichen Umgang profitieren alle Seiten.
![]() | Funktioniert das denn, wenn jedes Kind immer nur macht, worauf es Lust hat? |
Kinder sind von Natur aus lernwillig und wissbegierig. Sie selber wissen am allerbesten, wofür sie gerade aufnahmefähig sind. So zu lernen ist viel effektiver, als sich widerwillig mit etwas auseinander setzen zu müssen. Es kann sein, dass sich ein Kind wochenlang intensiv mit Lesenlernen beschäftigt, bis es mit seiner Leistung zufrieden ist. Mit der gleichen Intensität wird es sich dann zu einem anderen Zeitpunkt dem Rechnen widmen. Aufgabe des Lehrers ist es, diese "sensiblen Phasen" bei jedem Kind zu erkennen und entsprechendes Material bereitzustellen. Wenn ein Kind an einen bestimmten Bereich absolut nicht heran will, muss der Lehrer herausfinden, ob bei dem Kind möglicherweise Blockaden da sind, und sich bemühen, diese gemeinsam mit dem Kind zu lösen.
![]() | In so viel Freiheit zusammenleben und -lernen: Bricht da nicht das Chaos aus? |
Wer in einer Montessori-Schule hospitiert - nach einer gewissen “Eingewöhnungsphase” -, wird überrascht sein, wie niedrig der Geräuschpegel auch während der Freiarbeitszeit ist. Die Kinder arbeiten hochkonzentriert, weil sie sich ihre Aufgaben selbst gestellt haben und an ihrer Bewältigung interessiert sind.
Sollte es einmal zu unruhig werden, sorgen die Kinder selbst für die Wiederherstellung eines angenehmen Lernklimas – indem sie zum Beispiel eine Glocke im Raum betätigen oder sich Sanktionen für einen notorischen Störer ausdenken.
Ein spezielles Plus der Montessori-Schule Penzberg ist darüber hinaus der Schwerpunkt "Bewegte Schule", der dafür sorgt, dass die Kinder angestaute Energie sinnvoll abbauen können: durch Lernen mit allen Sinnen und viel Bewegung sowie ein umfangreiches, abwechslungsreiches Sportangebot.
![]() | Lernen ohne Noten - wie geht das? |
Ein wichtiges Kennzeichen der Montessori-Materialien ist die eingebaute Selbstkontrolle. Der Schüler kann also selbst feststellen, wie gut er eine Aufgabe gelöst hat. Seine eigenen Fortschritte zu verfolgen ist sicherlich motivierender für einen Schüler, als sich ständig mit anderen messen zu müssen.
Tatsächlich gibt es in der Montessori-Schule nicht die klassischen Zeugnisse mit Ziffernnoten, wohl aber die so genannten IzEL ("Informationen zum Entwicklungs- und Lernprozess"). Die IzEL stellen keine Wertung bzw. Abwertung der Schülerleistungen dar, sondern beschreiben ganz einfach, wie weit der Schüler auf einem bestimmten Gebiet schon ist – eine ganz andere Betonung also.
Und das Beste: Die IzEL werden vom Lehrer mit dem Schüler gemeinsam erarbeitet. Der Schüler lernt dadurch, sich selbst realistisch einzuschätzen, und kann die Beurteilung auch akzeptieren, da sie seiner eigenen entspricht.
![]() | Wie geht es nach der Grundschulzeit weiter? |
Wir freuen uns, dass wir seit dem Schuljahr 2008/09 eine fünfte Jahrgangsstufe anbieten können, die sukzessive bis zur M10 hochgeführt wird. Auch in den höheren Jahrgangsstufen wird altersgemischt gearbeitet.
Daneben steht es selbstverständlich jedem Schüler frei, bei entsprechender Eignung auf eine weiterführende Regelschule (Realschule oder Gymnasium) zu wechseln. Dafür wird vom Kultusministerium ein Probeunterricht mit Übertrittsprüfung gefordert.
Es gibt auch die Möglichkeit, bei einem Übertrittswunsch zunächst die 5. Jahrgangsstufe der Regel-Hauptschule zu besuchen, wo sich das Kind an das andere System gewöhnen kann. Bei guten Leistungen erspart es sich die Übertrittsprüfung und kann anschließend auf Realschule oder Gymnasium wechseln.
![]() | Wie finanziert sich die Montessori-Schule Penzberg? |
Die Schule finanziert sich durch Schulgeld (180 Euro monatlich für die Grundschulstufe bzw. 230 Euro für die Hauptschulstufe plus 750 Euro Elterndarlehen, die am Ende des Schulvertrages zurückgezahlt werden), staatliche Zuschüsse sowie Spenden/Sponsoring.
Die staatlichen Zuschüsse sind in den ersten beiden Jahren noch recht niedrig ausgefallen, so dass die Schule zur Überbrückung des entstehenden Finanzloches auf Spenden, Sponsoring, Darlehen u. Ä. angewiesen ist. Seit dem dritten Jahr erhält sie erhöhte staatliche Zuschüsse, die jedoch längst nicht kostendeckend sind. Ohne Schulgeld wird es leider nicht gehen.
![]() | Wenn sich nun jemand das Schulgeld nicht leisten kann? |
Die Montessori-Schule Penzberg versteht sich nicht als eine Elite-Schule, sondern als eine Schule für alle. Uns sind Eltern wichtig, die voll hinter dem Konzept stehen – nicht Eltern, die eine Menge Geld mitbringen. Wenn jemand Schwierigkeiten hat, das Schulgeld aufzubringen, gibt es für ihn die Möglichkeit, sich zum Beispiel im praktischen Bereich mehr als üblich in die Schule einzubringen.
Darüber hinaus bemüht sich der Förderverein um Patenschaften für sozial bedürftige Kinder. Am Geld soll es für niemanden scheitern!





