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Interview mit der Elternbeiratsvorsitzenden

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Interview mit der Elternbeiratsvorsitzenden

"Redenden Menschen kann geholfen werden"

Fehmye Kerkhof ist neue Elternbeiratsvorsitzende. Die 43-jährige Rheinländerin lebt seit zehn Jahren in Benediktbeuern, hat drei Kinder, viele Ideen und eine große Leidenschaft: Reden. Stephanie Schwaderer sprach mit ihr.

Fehmye, was ist das für ein Name?
Ein türkischer, recht seltener. Er bedeutet so viel wie die Wissende oder die Vorausschauende. Mein Vater ist Türke.

Dann sprichst du auch Türkisch?
Ich kann fluchen wie ein Bierkutscher, mehr leider nicht.

In drei Schlagworten: Was qualifiziert dich als Elternbeiratsvorsitzende?
Effizienz. Tatendrang. Und ein analytischer Verstand – ich gehe Aufgaben und Probleme sehr lösungsorientiert an. Mein eigentliches Spezialgebiet ist allerdings die Kommunikation. Ah ja, und noch etwas ist sehr wichtig. . .

In Ordnung, noch ein Schlagwort.
Humor! Ein großes Maß an Humor braucht man in allen Gebieten des Lebens. Wenn du mit deinem Partner lachen kannst, dann ist das schon die halbe Miete. Ein Lacher ist immer gut, auch wenn man ihn auf eigene Kosten macht. Überhaupt, wir sollten uns manchmal einfach selber nicht zu ernst nehmen.

Was hast du dir für das nächste Jahr vorgenommen?
Ich möchte vor allem auf eine durchweg positive und gewinnbringende Zusammenarbeit mit dem Vorstand und der Schulleitung hinwirken. Wir müssen uns gut vernetzen und ergänzen.

Wo siehst du da die Position des Elternbeirats?
Eine wichtige Aufgabe besteht für mich darin, die Schule nach außen hin gut zu präsentieren. Bei Veranstaltungen wie dem Weihnachtsmarkt, dem Tag der offenen Tür oder dem PenzPeriment kann der Elternbeirat einen Teil dazu beitragen, dass die Schule wächst und gedeiht. Die Außenwirkung ist ein wichtiger Faktor.

Der Elternbeirat soll auch innerhalb der Schule als Vermittler wirken. In welchen Fällen können sich Eltern an dich wenden?
In allen Fällen. Meine Devise heißt: Redenden Menschen kann geholfen werden. Egal ob es um soziale, finanzielle oder zwischenmenschliche Probleme geht oder auch um organisatorische Dinge. Natürlich kann sich jeder darauf verlassen, dass sein Anliegen vertraulich behandelt wird. Und jeder kann sich an den Elternbeirat wenden, der ihm am sympathischsten ist.

Deine Vision für die Schule?
Dass sie ein Ort ist, wo Kinder eine qualitativ absolut hochwertige Ausbildung bekommen und zugleich in ein soziales und emotionales Umfeld eingebettet sind, das sie befähigt, Mensch zu sein und zu bleiben.

Du machst einen recht optimistischen Eindruck. Warum trägst du fast immer Schwarz?
Breitwandplakativschwarztragen? Ich bin von Natur aus eine große, laute und auffallende Erscheinung und versuche, das Beste daraus zu machen. Ich weiß, dass ich sehr impulsiv bin und sich manchmal Leute von mir überfahren fühlen. Aber ich wage zu behaupten: Mein Intellekt hat meinen Bauch im Griff - und der ist nun wirklich nicht klein.