Jahrgangsmischung
Von den Großen lernen – mit den Kleinen üben
Aus der Not heraus legen in letzter Zeit Regelgrundschulen Klassenstufen zusammen – und machen positive Erfahrungen damit. In der Montessori-Schule Penzberg haben wir uns das Prinzip der Altersmischung schon von Anfang an ins Konzept geschrieben und vertreten es nicht aus Sparsamkeit, sondern weil es dem natürlichen sozialen Zusammenleben entspricht. Kinder lernen am besten von Kindern, da sie sich auf Augenhöhe begegnen. Wenn die Älteren den "Kleinen" etwas beibringen, üben und vertiefen sie den Stoff und stoßen hin und wieder auf Lücken, die sie dann schließen. So motiviert die Gruppendynamik sowohl die jüngeren als auch die älteren Schüler zum Wiederholen und Weiterlernen. Deshalb läuft bei uns die Hälfte des Unterrichtsvormittags in der großen, altersgemischten Gruppe ab.
Das Entwicklungstempo und der Lernrhythmus eines jeden Kindes sind unterschiedlich. Daher darf an der Montessori-Schule Penzberg jedes Kind seinem individuellen "Entwicklungsprogramm" folgen. Maria Montessori sprach vom "inneren Bauplan" und den "sensiblen Phasen" jedes einzelnen Kindes. Beides bedeutet, dass Kinder an individuell verschiedenen Punkten ihrer Entwicklung für bestimmte Themen offen sind und sich Wissen und Fertigkeiten dann praktisch mühelos – unabhängig vom Alter – aneignen können. Diese Phasen kann man nur erkennen und ausnützen, wenn man die Kinder liebevoll beobachtet, nicht drängt und ihnen kein bestimmtes Lerntempo in einer scheinbar vergleichbaren Jahrgangsstufe vorgibt.
In der zweiten Hälfte des Vormittags kommt dann unser breit gefächertes Kurssystem zum Tragen. Dabei werden Kleingruppen gebildet und gezielt gefördert, zum Beispiel in den Bereichen Deutsch, Englisch, Handarbeit, Kunst, Musik, Naturwissenschaften, Verkehrserziehung, Streetdance, Schwimmen, Outdoor, Schülerzeitung usw.




