Noten? Nein danke!
Manche Kinder lassen ihre Arbeit gerne bewerten und wollen Prüfungen ablegen. Das dürfen sie in der Montessori-Schule Penzberg jederzeit freiwillig tun und sich dadurch eine "Meisterkarte" oder "Urkunde" verdienen. Zeitpunkt und Thema der Prüfung wählen sie selbst. Diese Form von Prüfung, selbst wenn sie einmal nicht geschafft wird, motiviert die Kinder außerordentlich. Verpflichtende Proben hingegen können unsicheren Kindern Angst machen. Angst blockiert bekanntlich und das Ergebnis ist eine schlechte Note. Diese wird wiederum von manchen Kindern als persönliche Abwertung empfunden und demotiviert sie deshalb. Aus diesem Grund lehnen wir benotete Klassenarbeiten ab.
Ein zweiter Grund ist, dass Noten zwar auf den ersten Blick objektiv erscheinen, jedoch tatsächlich wenig über das Können eines Kindes aussagen. Sie zeigen nur, wie viele Fehler ein Kind in einer bestimmten Probe gemacht hat. Ob das Kind das Thema verstanden hat oder nicht, weiß man damit nicht sicher. Es gibt Auswendiglerner, Abschreiber, Zufallstreffer und auf der anderen Seite schlechte Tage, Blackouts, Abgelenktheit, falsch verstandene Arbeitsanweisungen oder auch Lehrer, die schlecht erklären können. Es gibt Klassen, in denen die Kinder sich gegenseitig zu Höchstleitungen anstacheln, und andere, in denen sich Kinder gegenseitig herunterziehen. Vergleichbarkeit ist eine Illusion!
In der Montessori-Schule dagegen wird jedes Kind nur an sich selbst gemessen. Es beurteilt selbst, gemeinsam mit dem Lehrer, seine Leistungen und Kenntnisse in den ausführlichen "Informationen zum Entwicklungs- und Lernprozess" ("IzEL").
PISA-Spitzenreiter Finnland beweist es:
Lernen ohne Noten ist effektiv und lustvoll zugleich!




