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So sieht ein ganz normaler Schultag aus

Der Schultag an der Montessori-Schule Penzberg beginnt mit einer offenen Einstiegsphase. Die Kinder kommen zwischen 7.30 und 8.00 Uhr in der Schule an und beginnen den Schulvormittag mit ein paar sportlichen "Aufwärmübungen". Die klassische Aufteilung in Schulfächer und 45-Minuten-Einheiten gibt es an der Montessori-Schule Penzberg nicht. Lernen findet fächerübergreifend statt – wie im "richtigen" Leben. Lässt man einem Kind seinen natürlichen Rhythmus, wird es automatisch zwischen intensivem Lernen und Ruhephasen abwechseln. In einer Gruppe pendelt sich jedoch oft ein gewisser Hauptrhythmus ein, dem wir mit unserem äußeren Rahmen Rechnung tragen.

Jeden Vormittag setzen sich die Kinder zusammen, um anliegende Themen zu besprechen. Dabei hat die Meinung des jüngeren Kindes dasselbe Gewicht wie die des älteren Kindes oder des Lehrers. So lernen die Schüler demokratische Strukturen "am eigenen Leib" kennen. Hier ist auch Platz für gemeinsames Musizieren, monatliche Geburtstagsfeiern und Entspannungsübungen. Der "Stundenplan" auf der folgenden Seite ist als Beispiel zu sehen. Der Rhythmus "Gleitender Beginn – Sitzkreis – Arbeit – Esspause – Arbeit – Draußenpause – Arbeit – Mittag – Nachmittagsprogramm" ist aber Grundlage.

Die Montessori-Schule Penzberg bietet das Modell "Verlässliche Halbtagsschule – Freiwillige Ganztagsschule" an. Die Eltern können sich also darauf verlassen, dass ihr Kind bis 13.00 Uhr fachgerecht betreut wird. Um den Anforderungen der modernen Arbeitswelt gerecht zu werden, bietet die Montessori-Schule Penzberg eine Mittagsbetreuung an. In diesem Rahmen leiten Lehrer und Fachpersonal Wahlkurse.

Fremdsprachen: Weil Kinder Sprachen besonders leicht aufnehmen, wird Englisch an der Montessori-Schule Penzberg bereits mit der 1. Jahrgangsstufe eingeführt. Dieser Fachunterricht, zu dem es im Nachmittagsprogramm eine Vertiefung gibt, ist sehr spielerisch, mit viel Musik und Bewegung verbunden.

Religion / Ethik: Ethik sowie ein konfessionsübergreifendes Religionsangebot sind an der Montessori-Schule Penzberg nicht in erster Linie als Lehrfach, sondern als praktische Lebenshilfe für jeden einzelnen Schüler gedacht. Die Kinder wählen dabei je nach Thema und Interesse zwischen einer Gruppe mit eher weltlichem und einer mit eher christlichem Ansatz. Dort – aber nicht nur da! – haben die Kinder die Gelegenheit, ihre ganz persönlichen Lebensfragen, Zweifel und Sehnsüchte zu thematisieren. Der Lehrer ist dabei der liebevolle Begleiter, der selbst nicht alles weiß, aber sich mit jedem einzelnen Kind auf die Suche nach Antworten begibt. Ethisches Verhalten wird gelebt, nicht nur gelehrt. Damit Kinder eine lebensbejahende Einstellung entwickeln können, müssen sie in einem Klima des unbedingten Angenommenseins und Vertrauens aufwachsen. Dazu gehört auch der Freiraum, "nein" sagen zu dürfen – und die Erfahrung, dass es respektiert wird. Nur so bauen sie ein Selbstbewusstsein auf, das sie auch schützen kann, wenn es darauf ankommt: nein zu Gruppenzwang, zu Drogen, zu Gewalt, zu persönlichen Übergriffen.